Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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1910 Briefe am GFS

2018 wird die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 70 Jahre alt. Trotz ihres
langen Bestehens werden aber noch immer viele Menschen in ihren Rechten
verletzt.
Bereits zum vierten Mal nimmt das Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
am Briefmarathon von amnesty international teil, der jährlich rund um den Tag der
Menschenrechte am 10. Dezember stattfindet.

Unter dem Motto „Schreib für Freiheit" beschäftigten sich in diesem Schuljahr die
Schülerinnen und Schüler der 8bc des Sozialwissenschaftlichen Zweiges mit den
Fällen von vier Menschenrechtsaktivistinnen. Eine von ihnen ist die Iranerin Atena
Daemi, welche sich in ihrem Heimatland gegen die Todesstrafe einsetzt und dafür zu
sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Auch ihre Schwestern wurden in Sippenhaft
genommen. Hinter Gittern wurde sie von den Wärtern geschlagen, aber eine
medizinische Betreuung ihrer Wunden erhielt sie nicht. In Südafrika ist das Leben
von Nonhle Mbuthuma in Gefahr, denn sie steht auf einer Todesliste, weil sie sich
gegen ein Bergbauunternehmen wehrt, welches auf dem Land ihres Volkes Titan
abbauen will. Dafür soll das Volk der Amadiba ohne Entschädigung vertrieben
werden.
Für diese und weitere Fälle sammeln die Schüler Unterschriften und schreiben
Briefe, die dann von Amnesty an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden:
Die zahlreichen Schreiben zeigen den Betroffenen, dass sie unterstützt werden, und
auf die Verantwortlichen wird Druck ausgeübt, denn Tausende von Briefen können
sie nicht einfach ignorieren.
Im diesem Jahr leitete das GFS allein 1910 Briefe weiter.
Der Erfolg zeigt sich an Fällen wie dem Blogger Mahadine aus dem Tschad, für den
ihm letzten Jahr mehr als eine halbe Million Briefe geschrieben wurden. Im Frühjahr
2018 wurde er dann aus dem Gefängnis entlassen. Mit ihren Unterschriften haben
die Schüler des GFS in den letzten Jahren wie auch sicher dieses Jahr auch mit zur
Freilassung beigetragen!

S. Behlert, Fachschaft Sozialkunde


 
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