Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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Jüdisches Leben in Franken

Am 25.09.2019 fuhren drei Klassen der Jahrgangsstufe 9+ mit dem Bus nach Fürth, um dort etwas über das "jüdische Leben in Franken" zu erfahren. Die Fachschaften Religion und Ethik wollten den Wandertag nutzen, um Lehrplaninhalte greifbarer zu machen und jüdische Kultur vor Ort kennenzulernen.  Auch im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und angesichts der Tatsache, dass es in Deutschland auch in heutiger Zeit wieder Anschläge gegen Synagogen gibt, ist die Aufklärung über fremde Religionen ein wichtiger Baustein der Toleranz- und Demokratieerziehung.

"Die jüdische Gemeinde in Fürth galt einst auch als das 'fränkische Jerusalem' und war im 18. Jahrhundert eine der spirituellen Hauptstädte des europäischen Juden-tums. Ein wichtiger Grund dafür war die 1657 dort eingerichtete Jeschiwa: eine der bedeutendsten Hochschulen zum Studium des Talmud in Europa neben den wichtigen Lehrstätten in Frankfurt und Prag. Im 19. Jahrhundert bestimmten die jüdischen Bürger maßgeblich das wirtschaftliche Leben in der Stadt. Sie gründeten Industriebetriebe, Handelsgeschäfte und Stiftungen. 1935 waren viele Fürther Großhandelsbetriebe in jüdischem Besitz - bis sie Beute der "Arisierung" durch die Nazis wurden. Nach Kriegsende war von der fast 400-jährigen Erfolgsgeschichte der Gemeinde so gut wie nichts übrig geblieben: Lebten 1933 noch knapp 2.000 Juden in Fürth, so haben nur 20 die NS-Herrschaft überlebt." (Quelle: BR - Fürth - das fränkische Jerusalem, 03.02.2016)

In Fürth konnten die Jugendlichen neben einem Besuch des Jüdischen Museums Fürth auch am Rundgang "Geschichte der Juden in Fürth" des Vereins "Geschichte für alle" teilnehmen. Dieser führte uns auch auf den alten jüdischen Friedhof, den man nur im Rahmen einer Führung besuchen kann.
Obwohl diese Exkursion verpflichtend war, die SchülerInnen das Thema also nicht selbst gewählt hatten, zeigten die Klassen zum Teil großes Interesse und konnten auch umfangreiches Wissen aus dem Fach Geschichte einbringen.
Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle dem Verein der Freunde sowie dem Elternbeirat des GFS für die finanzielle Unterstützung.

K. Martin


 
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