Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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Erfolgreiche Premiere des "Tag des Ehrenamtes" am GFS

Dass der Wandertag in der letzten Schulwoche des Schuljahres 2017/18 durch eine Informationsveranstaltung ersetzt wird, erfreute im Vorfeld - durchaus verständlich - nicht jede Schülerin und jeden Schüler. Wenn dann noch der Wetterbericht "super sonniges" Wetter voraussagt, wären viele lieber in das Schwimmbad oder die Eisdielen gewandert. "Ich dachte, dass es langweilige Reden über verschiedene Ehrenämter gibt und wir den ganzen Tag drinnen sind, aber am Ende machte es super viel Spaß", äußerte ein Siebtklässler.

Es gab ja auch viel zu sehen und zu entdecken; von A wie Amnesty International bis W wie Wasserwacht war Abwechslung geboten: Bund Naturschutz, Bayerisches Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr Ebermannstadt, Technisches Hilfswerk Kirchehrenbach/ Forchheim, aber auch schulinterne Ehrenämter wie die Mediatoren, das Mediatheksteam und die Schulsanitäter stellten sich den Schülern vor. Daneben stand auch das Infomobil des Kolping-Netzwerkes für Geflüchtete in der Pause zum Entdecken bereit.

Die befürchteten Vorträge fanden zwar auch statt, waren aber keineswegs langweilig, aber an jeder der Stationen stand auch das praktische Erleben im Mittelpunkt: Wie lösche ich ein Feuer, wie verbinde ich jemanden den Kopf, wie fühlt es sich an, auf einer Trage zu liegen und wie hebt man eine solche richtig hoch, welche Insekten gibt es auf der GFS-Wiese? Die Explosion einer durch die Feuerwehr absichtlich überhitzten Deodose machte großen Eindruck. Dank des Erste-Hilfe-Crash-Kurses weiß mancher nun, was er in einem Notfall selbst tun kann. Bei Amnesty International erfuhr man, dass auch das Schreiben von Briefen Menschenleben retten kann.

Beeindruckend war daneben die Vielzahl an Fahrzeugen, die die Pausenhöfe des GFS füllten. Da war vielleicht manch anderer Schüler neidisch, dass er an diesem Tag wandern musste. Aber keine Sorge! Nachdem 2018 der Startschuss erfolgte, ist eine Fortsetzung 2019 geplant.
Als einmal die Neugier und das Interesse geweckt waren, durften die Vertreter der verschiedenen Organisationen zahlreiche Fragen beantworten, wobei sie anschaulich von ihren Einsätzen und Erlebnissen berichteten. Auch die Bürgermeisterin von Ebermannstadt, Christiane Meyer, besuchte an diesem Tag das GFS und freute sich sichtlich über das rege Interesse, weiß sie doch aus eigener Erfahrung, dass ohne Ehrenamt vieles nicht möglich sei. Neben dem Spaß und den Informationen stand im Hintergrund auch die Nachwuchsgewinnung auf der Tagesordnung: Am Beispiel von Sebastian Gold, Landesbeauftragter des THW von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, erfuhren die Sechst-, Siebt- und Neuntklässler, dass sein Engagement damit begann, weil er als Jugendlicher mit Blaulicht über rote Ampeln fahren wollte. Mittlerweile ist für ihn aus dem Ehrenamt ein Beruf geworden, wo er in seiner Funktion auch mit Bundeskanzleramt und Bundesinnenministerium zusammenarbeitet. Vielleicht übernimmt ja in 20, 30 Jahren eine Schülerin oder ein Schüler des GFS seine Stelle? Ein schöner Erfolg wäre es aber auch, wenn viele Teilnehmer diesem Beispiel folgen: "Ich glaube, ich schaue in den Ferien mal bei unserer Feuerwehr vorbei. Das hat mir heute sehr gefallen!", so das Fazit eines Schülers.

S. Behlert, Fachschaft Sozialkunde


 
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