Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
 HOME  |  SITEMAP  |  IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  KONTAKT
   
 
Wir waren dabei - Public Climate School 2021

Auch 2021 gab es wieder eine "Public Climate School", natürlich digital und organisiert von den "Students for future", die sich für Klimaschutz engagieren und Expert*innen aus verschiedenen Ländern dazu eingeladen hatten. Schulen aus ganz Deutschland haben teilgenommen und auch wir am GFS sind der Einladung mit einigen Klassen gefolgt, haben Klimagespräche geführt, Nachrichtensendungen gestaltet und vieles mehr…

Mittwoch 10:00 Uhr: "Klimakommunikation" steht auf dem Stundenplan.
Während des Inputs von Expert*Innen dürfen Schüler*Innen online Fragen stellen und Kommentare anderer Teilnehmer*Innen liken. Natürlich gibt es auch Arbeitsblätter und Aufgaben. Eine davon ist es, ein Klimagespräch zu führen. "Unangenehm!", ist die erste Reaktion von vielen Schüler*innen.

Bei unserem Gespräch befinden wir uns gedanklich auf einer Familienfeier, coronakonform im Freien und kommen in die Situation, mit dem Onkel / der Tante über Klimaschutz zu sprechen. Manchen Schüler*innen ist solch eine Situation vertraut, von anderen ist sie bisher eher vermieden worden, denn wer will schon Streit mit den lieben Verwandten? Und was sagen dann die Eltern dazu?
Um das Klimagespräch auszuprobieren sind wir in verschiedene Rollen geschlüpft. Manche unterhielten sich mit der "Tante" über ihren alljährlichen Kreuzfahrturlaub, andere mit ihrem "Onkel" über den allgemein hohen Fleischkonsum. Vorwürfe und Belehrungen waren dabei tabu, Verständnis und Einfühlungsvermögen gefragt! Das Ziel sollte sein, sein Gegenüber zum Nachdenken zu bringen und nicht in ein kontraproduktives Streitgespräch zu geraten. Denn wer verhält sich schon perfekt in Sachen Klimaschutz? Wohl niemand. Darum sollten solche Gespräche nicht anklagend sein sondern anregend und im Optimalfall langfristige Verhaltensveränderungen bewirken.

Und was hat es uns gebracht? Wir haben dabei gelernt, dass es wichtig ist, thematisch schwierige Gespräch auf Augenhöhe und in einer entspannten Situation zu führen, dass man dem Gegenüber gut zuhören muss und sich in dessen Sichtweise hineinversetzen sollte und dass lösungsorientierte Vorschläge gewinnbringender sind als Belehrungen und Vorwürfe. Die Gespräche sind überwiegend als angenehm empfunden worden und wir sind stolz gewesen, den Mut gehabt zu haben, ein schwieriges Thema anzusprechen. Vielleicht werden wir solche Gespräche dann auch irgendwann "in echt" führen und endlich wieder im Garten auf einer Familienfeier. Vielleicht sind wir dann auch mit dem Fahrrad dorthin gekommen und essen mehr Salat und ein bisschen weniger Fleisch.                                                   

K. Martin


 
Top! Top!