Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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Begabtenförderung

"Chemie ist wenn's kracht und stinkt."



Das Video zu diesem Versuch finden Sie hier.
      Dies erprobten die Teilnehmer des diesjährigen Begabtenförderungskurses Chemische Kabinettstücke unter der Leitung von Herrn Ruhland ausgiebig. Die Zielsetzung besteht darin, spektakuläre und anspruchsvolle Experimente durchzuführen und wissenschaftlich aufzubereiten.
So hantierten die Schüler unter anderem mit Natriumacetat, Acetonnitril, Natriumperoxodisulfat oder Luminol.
Sie stießen bei ihrer Recherche sogar auf Versuche, die dem versierten Chemiekollegium gänzlich unbekannt waren. Exemplarisch dafür steht die Chemolumineszenz des Tris(2,2'-bipyridyl)-ruthenium(II)-chlorid-Komplexes. Verwendet wurden hierbei eine Acetonnitril-Natriumperoxodisulfat-Lösung sowie 7%-ige Salzsäure. Schließlich wurden die Lösungen vermengt und mit dem Komplex versetzt. Um die Reaktion in Gang zu bringen, werden Magnesiumspäne in das Gemisch gegeben. Im Becherglas findet eine Redox-Reaktion statt, welche  eine rote Chemolumineszenz hervorruft. Zunächst werden Magnesiumatome oxidiert:


Daraufhin folgt die Reduktion des Komplexes sowie des Peroxodisulfat-Anions zu einem Sulfat-Anion und einen Sulfat-Radikal:



Der Reduzierte Rutheniumkomplex wird von dem Sulfatradikal oxidiert und in einen angeregten Zustand überführt, wodurch orangefarbenes Licht (610 nm) emittiert:



Optional wurde erprobt, andere Metalle mit der Oxidationszahl +II zu verwenden, z. B. Fe oder Zn.
Schüler und Lehrer profitierten beiderseits von den wissenschaftlichen aber auch unterhaltsamen Vormittagen.

Simon Reichel, Leon Hümmer (beide 9B+) und Herr StD Ruhland

 


 
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