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Schüler des Gymnasiums Fränkische Schweiz aus Ebermannstadt haben den bayernweiten Schülerwettbewerb "Sicherheit für alle - auf dem Weg zu Vision Zero" gewonnen. Mit seinem System, das automatisch nahende Einsatzfahrzeuge und deren Richtung erkennt, konnte das Team am 17.11.2009 in Regensburg die Jury des Wettbewerbs, bestehend aus Vertretern der beteiligten Projektpartner sowie Peter Heinrich aus der Bayerischen Staatskanzlei, überzeugen und wurde mit dem ersten Preis in Höhe von 3500 Euro ausgezeichnet. Der zweite und dritte Preis wurde mit 2500 und 1500 Euro dotiert. Diese überreichte der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Schirmherr des Wettbewerbs.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Leistung!
Quelle: Pressemitteilung des Continental-Konzerns vom 18.11.09
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| Die Sieger des Schülerwettbewerbs: Thomas Körber, Sebastian Och, Patrick Stief und Julian Vogel mit dem betreuenden Lehrer Dr. Bail |
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| Finalisten und Ausrichter (Projektpartner) des bayernweiten Schülerwettbewerbs "Sicherheit für alle - Vision Zero" |
Bericht der Nordbayerischen Nachrichten vom 20.11.09
EBERMANNSTADT - Wer kennt solche Situationen nicht: Man fährt im Auto, hat das Radio an und wundert sich, wo plötzlich der Einsatzwagen der Polizei herkommt, der mit Blaulicht und Sirene vorbei zischt. Nicht selten enden solche Situationen mit einem Unfall.
Das war der Ausgangspunkt für die vier Ebermannstädter Gymnasiasten Thomas Körber, Sebastian Och, Patrick Stief und Julian Vogel. Im Juni haben sie von dem Wettbewerb erfahren, der als Gemeinschaftsaktion von Continental, der Hochschulen Ingolstadt und Regensburg sowie dem ADAC veranstaltet wird, und Ideen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sucht.
Simple Erfindung
Gemeinsam mit ihrem Physiklehrer Dr. Michael Bail haben sich die vier Zwölftklässler, die alle den Physik-Leistungskurs besuchen, im Forscher- und Erfinderkurs an das Thema gewagt - und ein System entwickelt, das selbst die Ingenieure von Continental verblüfft hat.
Ihre Idee ist simpel, wie Michael Bail erläutert: Vier Mikrofone, die entweder in die vier Lampen an allen Seiten des Autos oder an das Dach angebracht werden, nehmen den Schall der Umgebung auf und geben die Signale an einen Computer weiter. Naht ein Einsatzwagen mit Blaulicht und Sirene heran, analysiert der Computer die Frequenz des «tatü-tata» und erkennt gleichzeitig, welches der vier Mikrofone diese aufgenommen hat. «Automatisch wird die Radiolautstärke heruntergeregelt und es kommt eine akustische Warnmeldung à la Einsatzfahrzeug links vorne», erklärt der Mathe- und Physiklehrer weiter. Auch eine Warnmeldung in Cockpit-Display sei möglich.
3500 Euro Preisgeld
Mit diesem Warnsystem überzeugten die Schüler die Jury und konnten als Sieger des Wettbewerbs insgesamt 3500 Euro mit nach Hause nehmen. 1500 Euro davon gehen an den Fachbereich Physik zur Unterstützung des Erfinderkurses. Die restlichen 2000 Euro bekommen die Schüler.
Doch nicht nur das Preisgeld ist Lohn für ihren Einsatz. Ihre Idee ist praxistauglich. «Continental möchte das System zu einem Prototypen weiterentwickeln», sagt Michael Bail und ist hörbar stolz auf die Leistung seiner Schützlinge.
Ingenieure der Entwicklungsabteilung des Automobilzulieferers hatten selbst seit einiger Zeit an einem ähnlichen System gearbeitet. «Sie waren aber nicht sehr zufrieden mit ihrem Typ», meint der Mathe- und Physiklehrer. Demgegenüber hätte die Schülervariante so überzeugt, dass Continental nun stattdessen an dieser weiter arbeiten will.
Studienrat Bail hofft dabei auf die weitere Mitwirkung seiner Schüler. «Ich denke, sie können den Ansatz in Facharbeiten weiterentwickeln.» Auch einen Praxisausflug in die Entwicklungsabteilung von Continental könnte er sich vorstellen. Sollte der Prototyp funktionieren, könnte das Warnsystem schon in eineinhalb Jahren in Serie gehen.
Jana Schneeberg
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