Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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Weihnachtskonzert 2011

Besinnliches Weihnachtskonzert des GFS am 21.12.2011

Ein Artikel von Anne-Katrin Striegel im Fränkischen Tag, 24.12.2011

Frische Stimmen ertönten

Ebermannstadt. Wer in den letzten Jahren die Konzertreihe des Gymnasiums verfolgt hat, wurde wahrscheinlich beim ersten Blick auf das Programm des Weihnachtskonzertes stutzig: Orchesterleitung Christoph Müller? Ein Frauenchor? Das Konzert stand in diesem Jahr ganz im Zeichen einer neuen Ära – und das nicht nur unter den Lehrkräften.

Ein Abend in der Stadtpfarrkirche, an dem nach dem Konzert der Realschule erneut die Stimmen und Instrumente engagierter Schülerinnen und Schüler erklangen.
19 Uhr. Keine einleitenden Worte des Direktors oder andere ausschweifende Reden. "Jesu bleibet meine Freude" aus Johann Sebastian Bachs Kirchenkantaten "Herz und Mund und Tat und Leben" erklang - doch nicht wie ursprünglich als Chor- und Orchesterstück arrangiert. Von der Empore drangen die ersten bestimmenden Töne der Orgel und ließen auch das letzte Gemurmel der Gäste verstummen.

Die Orgel als Orchester gab den Rhythmus vor, beim eigentlichen Gesangspart stieg Jan Pislcajt mit der Trompete ein und akzentuierte die Melodieführung. Ein fließender Einstieg, dessen Schwung das Bläserensemble unter der Leitung von Achim Weigel zugleich mit Bachs "Sei Lob und Preis mit Ehren" aufnahm.
Die 18 Bläser und der Frauenchor, der aus dem ehemaligen Kammerchor entstanden ist, mussten bald das Zepter an das Orchester weiterreichen – das wohl überraschendste Ensemble dieses Abends.

Catrin Frey, Musiklehrerin am GFS, stand nicht wie gewohnt im Halbkreis des Orchesters, sondern spielte die Erste Geige. Im Zentrum erhob Christoph Müller, neuer Musik-Referendar der Schule, die Hände zum Dirigat. Wenn auch der erste Satz von Arcangelo Corellis Concerto Grosso nicht recht allegro durch die Bänke drang, sondern mehr durch die Schwere der Nervosität getragen wurde, so konnte das Orchester in den knapp sieben Minuten zeigen, wie perfekt der Dialog zwischen Flöten und Streichern funktionieren kann.

Der Schulchor, unter der Leitung von Catrin Frey, und der Unterstufenchor unter Carmen Götz brillierte vor allem durch eine Liedauswahl, die sowohl von Traditionsbewusstsein als auch von weitblickender Moderne bestimmt war. Ein Mix, dessen Vielfalt zusätzlich durch Arrangements des Italienischen und Englischen untermalt wurde. Miriam Schnitzerlein und Daniel Schrenker machten den internationalen Flair mit einem Gedicht komplett, das sie erst in italienisch, dann in deutsch vortrugen.

Die weihnachtlich gestimmten Herzen der Gäste brachte in der zweiten Hälfte Michael Polster noch einmal zum Glühen. An der Orgel interpretierte er Johann Pachelbels "Toccata in C" und nahm die Zuschauer mit schnellen Läufen beider Hände auf eine Reise mit in die Welt eines traditionellen und vollmundigen Instruments.

Ein Abend voller Gradwanderungen zwischen Moderne und Tradition, Soli und Ensembles, der mit Schuberts "Ehre, Ehre sei Gott" in der Umsetzung aller Mitwirkenden feierlich ausklang.


 
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