Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt
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Feierstunde: Unsere Schule wird 40 Jahre alt

GFS hat längst sein Abi - Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Gymnasiums

EBERMANNSTADT  - Mit „Pauken und Trompeten“ hat die Big Band den Festakt „40 Jahre Gymnasium Fränkische Schweiz“ (GFS) eröffnet.

„Pauker“ und Politiker ließen die Geschichte mal ernst, mal heiter Revue passieren und die Pennäler hatten Spaß beim Schuhplattler oder im Chor: „Don't worry be happy“.Schulleiter Erhard Herrmann zitierte bei seiner Begrüßung aus dem Bildungsauftrag der von dem Gedanken getragen war, mit der Gründung des Gymnasiums der Jugend des ländlich geprägten Raumes die gleichen Bildungschancen zu eröffnen, wie sie in den umliegenden Städten bereits bestanden hatten. Diesem Auftrag sei das Gymnasium Fränkische Schweiz bis heute gerecht geworden; 2175 Schüler erreichten bisher das Abitur. Gestartet 1970/71 mit 70 Schülern, sei die Zahl stetig gewachsen auf aktuell 1221 Schüler/innen. Seine Vorgänger Erich Döttl, Alfons Neudecker und Hans Joachim Baier hätten die Weichen richtig gestellt, betonte Herrmann bei seinem Dank an die ganze Schulfamilie.

Ein weiser Beschluss

Bildung sei eines der Bedürfnisse des Lebens, der Landkreis habe diese Aufgabe gerne übernommen, unterstrich der stellvertretende Landrat Georg Lang; dazu seien einschließlich des Gebäudeunterhalts bisher 13,26 Millionen Euro geflossen, mit der anstehenden Generalsanierung (6,6 Millionen Euro) werde auch das Lernniveau angehoben. Das Gymnasium vermittle auf überzeugende Weise, hier werde nicht für die Schule, sondern für das Leben gelernt, die vielen Anwesenden stellten der Lernanstalt ein hervorragendes Reifezeugnis aus, so Lang.

Die Glückwünsche der Stadt zum erfolgreichen Lehren und Lernen überbrachte Vizebürgermeister Alfons Dorn. Die Gründung unter dem damaligen Bürgermeister Paul Lachmayer und Landrat Franz Josef Kaiser bezeichnete Dorn als weisen Beschluss. Mit der Landkreisreform sei dem neuen Landkreis Forchheim eine Einrichtung übergeben worden, die heute unverwechselbar zu Ebermannstadt gehöre. „Gründungsdirektor Erich Döttl und sein Stellvertreter Adolf Schön haben den Geist dieser Schule geprägt“, erinnerte Dorn.

Große Unterstützung

Ein positives Schulleben sei auch von den finanziellen Mitteln abhängig – wenn oft die Töpfe leer waren, hätten die „Freunde“ vom Förderverein gerne geholfen; 300000 Euro seien bisher verteilt worden, bemerkte die Vorsitzende Sybille Müller. Nicht mit leeren Händen gekommen waren auch die Vertreter von Sparkasse und Volksbank. Weitere Grußworte sprachen für die SMV Alexander Brey, für den Personalrat Helga Hang und für den Elternbeirat die Vorsitzende Sabina Heidecke.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, hatte der Schulleiter Wilhelm von Humboldt zitiert; als einem der dienstältesten war es Studiendirektor Erwin Horn vorbehalten, die Schulgeschichte zu beleuchten. Das Titelblatt des ersten Jahresberichts – verziert mit Fachwerkhaus und Mühlrad – stehe musterhaft für den ländlichen Raum, „aus diesem bezog und bezieht die Schule bis heute ihre Kraft“, bestätigte Horn. Beim jüngsten Abistreich wurde dem Brauchtum einer fränkischen Kerwa gehuldigt. Wer mit dürftigen Deutschkenntnissen ins Gymnasium kam, konnte nach der Probezeit durchaus mit einem gewissen „Landkindbonus“ rechnen. Hilfsaktionen und viele Schulprojekte gehörten zur Maxime der Schule und bewahrten die familiäre Atmosphäre, zeigte Horn auf.

Mit „Ist also alles in Butter? richtete der Lehrer den Blick aber auch auf kritische Themen wie den Kampf um Unterrichtsräume, Ausstattung, die dringende Gebäudesanierung. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die Auswirkungen mit bei Kindern „übermäßig ausgeprägtem Individualismus, machten den Pädagogen die Arbeit nicht leichter. Mit dem Weitblick und Verständnis des heutigen Steuermanns, Oberstudiendirektor Erhard Herrmann, bestehe aber die Zuversicht, dass der „Lebensraum Schule“ Bestand haben werde.

Festredner Peter Meinel, einst Chef des Forchheimer Herder-Gymnasiums und ehemaliger Direktor des Münchener Staatsinstituts für Schulbildung, stellte „Überlegungen zur Entstehung eines Lehrplans“ an; für 2017 ist der ganzheitliche, kompetenzorientierte, vernetzte „Lehrplanplus“ angekündigt.

Artikel von MARQUARD OCH in den Nordbayerischen Nachrichten, 01.12.2010
 

 

Bilder der Feierstunde am 30. November 2010 in unserer Aula.

Start der Diashow durch Anklicken eines der Bilder.


 
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