Schüleraustausch mit Chantonnay im Winter 2010
Heftiger Schneefall und klirrende Kälte sorgten dafür, dass unsere Abfahrt nach Chantonnay um einen Tag verschoben werden musste, und so fuhren wir am 02. Dezember (immer noch bei sehr viel Schnee) aufgeregt, aber auch voller Erwartung endlich los.
Am nächsten Tag um 9 Uhr kamen wir in Paris an, wo uns die berühmtesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt und erläutert wurden. In der Nähe des Eiffelturms durften wir aussteigen und das Wahrzeichen von Paris auf uns wirken lassen. Trotz der Kälte machten wir jede Menge Fotos und ließen uns von Souvenirverkäufern dazu überreden, uns einen kleinen Eiffelturm zuzulegen. Der Aufenthalt in Paris war leider sehr schnell vorbei, und wir machten uns auf den Weg Richtung Atlantik. Nach 18 Stunden Fahrt wurden wir von unseren „corres“ und ihren Familien in Chantonnay herzlich empfangen.
Zunächst lernten wir am Wochenende unsere Gastfamilie näher kennen – und natürlich auch die französische Küche! Viele Austauschpartner stellten uns auch ihren Verwandten und Freunden vor und unser Französisch kam voll zum Einsatz. Wir sahen bei Ausflügen in die nähere Umgebung aber auch einige unserer Klassenkameraden und konnten gleich Erfah-rungen austauschen.
Am Montag begann die Schulwoche mit einem Ausflug nach Nantes, wo wir eine interessante Stadtführung hatten, aber schrecklich froren... Abends waren die Austauschfamilien und wir Gastschüler in der Kantine des Collège St. Joseph versammelt, um miteinander zu essen (die Gasteltern hatten ein wunderbares Büffet aufgebaut) und um – der Jahreszeit entsprechend – deutsche und französische Weihnachtslieder zu singen.
Am Dienstag stand die Besichtigung des Château de St. Mesmin auf dem Plan, wo wir eine Münze selbst prägen durften. Danach hatte der Bürgermeister von Chantonnay einen herzlichen Empfang für uns ausgerichtet.
Am letzten Tag vor der Abreise fuhren wir mit unseren „corres“ nach Les Sables d’Olonne an die Atlantikküste. Das raue Wetter schreckte uns nicht davon ab, an den Strand zu gehen, doch als wir zum Aufwärmen eine Crêperie aufsuchen wollten, hatte keine geöffnet, da die Saison zu Ende war.
Am Tag der Abreise freuten wir uns auf zu Hause und waren gleichzeitig traurig, Frankreich zu verlassen. Schnell hatten wir uns eingewöhnt und Land und Leute schätzen gelernt. Aber unsere Austauschpartner begleiteten uns ja nach Deutschland.
Die Heimfahrt war noch mal ein richtiges Abenteuer, da es in Deutschland wieder extrem schneite. Die Franzosen waren von so viel Schnee begeistert, unsere Lehrer und der Busfahrer weit weniger... Nach 21 Stunden (!) kamen wir um 4 Uhr morgens endlich in Ebermannstadt an. Auch unsere französischen Austauschpartner konnten sich über ein vielfältiges und interessantes Programm zum Kennenlernen unserer Region freuen. Besonders die Besuche der Weihnachtsmärkte in Nürnberg und Bamberg fanden großen Anklang.
Bei der Abfahrt der Franzosen gab es Tränen auf beiden Seiten. Wir hoffen, dass die Freundschaften, die wir geknüpft haben, noch lange anhalten. Wir bedanken uns für die gute Organi-sation bei Frau Hertrich und für den schönen Frankreichaufenthalt bei Frau Horn und Frau Hang. Wir wünschen den zukünftigen Austauschteilnehmern genau so viel lustige und interessante Erfahrungen, wie wir sie machen durften.
Linda Zitzmann, Nadja Langer (beide 8e)

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